Mardi Gras ist französisch und bedeutet wörtlich “Fetter Dienstag”; gemeint ist damit der Tag vor Aschermittwoch. In den südlichen Vereinigten Staaten meint die Bezeichnung Mardi Gras auch den Höhepunkt der mehrtägigen Karnevalsveranstaltungen, die unter anderem in New Orleans, Louisiana oder Alabama an diesem Tag mit Umzügen enden. Zusätzlich steht Mardi Gras in den USA für den “Shrouded Tuesday” bzw. “Pancake Day”. Früher wurde an diesem Tag das gesamte Fett sowie alle Eier aufgebraucht bevor die Fastenzeit begann.
Während der Feiern und Parties werden dem Besucher überall bestimmte Farben begegnen: Die offiziellen Farben von Mardi Gras sind Lila, welches Gerechtigkeit symbolisiert, Grün, das für den Glauben steht und Gold schließlich bedeutet Kraft. So wurde es bereits im Jahre 1872 und so ist es bis heute geblieben.
Die Art, wie gefeiert wird, ist dem Karneval in anderen Ländern ähnlich oder gleich. Es ist der Tag, an dem Paraden stattfinden und Tausende von kostümierten Menschen die Strassen bevölkern – mit Religion hat das nichts mehr zu tun.
Der Unterschied zu deutschen Karnevalsumzügen: Hier werden keine Bonbons, sondern Beads (Ketten) von den Umzugswagen geworfen. Jeder will sie, besonders die schönen und manche würden auch (fast) alles dafür tun. Küsschen verteilen, Knutschen oder gar blank ziehen, bei manchem Karnevalsfreund sinkt an diesen Tagen jede Schamgrenze.
Mardi Gras ist in New Orleans übrigens offizieller Feiertag.
Tolle Tage kann man noch bis Aschermittwoch in Kölle verbringen. Die fünfte Jahreszeit wird in der nordrhein-westfälischen Stadt besonders feucht-fröhlich und jeck begangen.
Der Kölner Karneval wird traditionell am 11.11. um 11 Uhr 11 auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt eröffnet. An diesem Tag wird in der gesamten Altstadt gefeiert. Die offizielle Karnevalssession beginnt dann so richtig im Januar. Ab Anfang des Jahres gibt es hunderte Karnevalssitzungen, darunter auch reine Damen- und Herrensitzungen sowie Kinder- und Vereinssitzungen. Solche Sitzungen sind aber nur etwas für die ganz Hartgesottenen, die auch auf Büttenreden und Funkenmariechen-Tänze stehen.
An Weiberfastnacht wird der Straßenkarneval eröffnet. Auf dem Alter Markt findet dazu eine große Freiluftsitzung statt, die schon morgens um 10 Uhr beginnt. Ab 11 Uhr 11 wird dann in der Stadt den ganzen Tag und die ganze Nacht auf den Straßen, in den Kneipen und in den Büros gefeiert.Die Herren der Schöpfung sollten an diesem Tag ihre Krawatten übrigens im Schrank lassen. Nach alter Sitte wird diese sonst von den närrischen Weibern abgeschnitten.
Am Freitag und Samstag steht Köln immer noch Kopf und es wird überall in den Kneipen der ganzen Stadt gefeiert. Wer das besondere kölsche Flair mitbekommen möchte, sollte jene Kneipen aufsuchen, in denen die typische Karnevalsmusik gespielt wird. Am Sonntag finden die Schul- und Stadtteilzüge statt, die ab 11 Uhr durch die Stadt ziehen. Sie nehmen fast den gleichen Zugweg wie der Rosenmontagszug.
Der Rosenmontag ist der Höhepunkt des Straßenkarnevals. Der berühmte Kölner Rosenmontagszug geht um 10:30 Uhr am Chlodwigplatz los und zieht dann etwa vier Stunden lang durch die Innenstadt.
Am sogenannten Veilchendienstag kehrt wieder ein wenig Ruhe in die schlaflose Stadt ein. Was man aber an diesem Tag nicht versäumen sollte, ist die Nubbelverbrennung: Der Nubbel ist eine Strohpuppe, die während der Karnevalstage vor vielen Kölner Kneipen hängt, er muß für alle Sünden büßen, die während der Karnevalszeit begangen wurden und wird unter dem Singen von fröhlichen Karnevalsliedern verbrannt.
Am Aschermittwoch ist dann alles vorbei und die Kölner kurieren ihre Kopfschmerzen und ihren Kater aus.
La Scala de Paris ist eine Großraumdisco, die sich über drei Etagen erstreckt. Das Publikum hier besteht überwiegend aus Touristen und Jugendlichen aus den Pariser Vororten, denn unter den trendigen Parisern zählt dieser Club nicht zu den angesagtesten. Vielleicht auch deshalb sind die Preise verglichen mit anderen Clubs in der Hauptstadt einigermaßen akzeptabel.
Die DJs verstehen es Stimmung zu machen und das schaffen sie mit Charthits und Mainstream-Mucke. Ein Vorteil des fehlenden “Trend-Faktors” ist, dass es keine Probleme gibt, reingelassen zu werden. Die Getränkepreise sind für Pariser Verhältnisse durchaus akzeptabel.
Die nächste Metrostation ist Palais Royal Musée du Louvre und circa 200 Meter entfernt.
Offen hat La Scala von Dienstag bis Sonntag und dann von 23 Uhr bis 6 Uhr. Es kann also bis in den frühen Morgen gefeiert werden.
Wer auf alternative Musik steht, der ist im Nouveau Casino genau richtig. Der Club ist einer der angesagtesten und besten seiner Art in ganz Paris.
Das Publikum im Casino steht auf Neues und Experimentelles, so dass viele Underground-Bands immer wieder zurückkehren, um vor den Leuten hier zu spielen. Viele Trends und neue Stars am Musikhimmel kommen deshalb gerne mal direkt aus diesem Szene-Club und erobern nach den Pariser Partypeoples dann die ganze Welt.
Gespielt haben hier schon der inzwischen sehr bekannte Shantel, sowie Bosco, Tuxedomoon, Telepopmusik, Stereolab, Ready Made, Chloé oder Dave Clark. Das deutsche Goethe-Institut, das sich darum kümmert, deutsche Kulturgüter in der Welt vorzustellen und bekannt zu machen, präsentiert regelmäßig das “Festival Music-Allemand” im Nouveau Casino. Dort kann man interessante deutsche Neuentdeckungen kennen lernen.
Für alle Electro-Fans ein echtes Highlight: die Minimal-Dancing-Abende mit dem deutschen DJ Phil Stumpf. Der Eintritt kostet je nach Veranstaltung ab 15€ aufwärts.
Das “Le Divan du Monde” bietet eine enorme Bandbreite an musikalischen Stilrichtungen dar: von Chansonssängern über Indie-Bands bis hin zu Szene-House-DJs sind sie alle zu Gast in dem Szene-Club.
Ab Donnerstag ist fast jeden Abend Konzert. Die Nächte enden nicht wie in anderen Locations noch mitten drin, sondern erst im Morgengrauen und selbst dann werden wohl auch die letzten Gäste den Club tanzenderweise verlassen.
Immer wieder mal werden ganze Monate unter ein Motto gestellt oder einem bestimmten Land gewidmet. Heißt das Thema zum Beispiel Brasilien, finden auch dem entsprechende Konzerte, Lesungen oder auch Modeschauen statt.
Die Konzerte beginnen hier fast immer um 19.30 Uhr. In den Club kommt man ansonsten um 23.30 Uhr. Sonntag hat der Divan geschlossen.
Seit seiner Eröffnung ist dieser Kellerclub nahe der Pariser Oper der nächtliche Place-to-be. Rein kommt nur, wer auf der ominösen Liste steht und auf die kommt man angeblich nur per Internet. Doch nicht jeder, der sich dort anmeldet, steht letztendlich auch wirklich drauf. Deshalb sollte man sich diese vergebene Mühe sparen und einfach in den neuesten Designerfummel schlüpfen, sich ein hübsches Model an die Hand nehmen und dann mit einem charmanten Lächeln und einem cool gehauchten “Bon soir!” versuchen an dem Türsteher vorbeizukommen.
Die Menschen hier sind im angesagten Street-Style gekleidet, der höchstens billig aussieht, aber es naturellement nie sein würde. Lässig steht man dann auf der gemütlichen Tanzfläche mit einem sündhaft teuren Getränk in der Hand und erfreut sich dem Gefunkel der klassischen Discokugeln, die von der Decke baumeln.
Keine Frage, im Paris Paris kann man interessante Menschen sehen und kennen lernen und sicherlich schnell Kontakte zur Pariser Partyszene knüpfen. Denn der erste Eindruck täuscht, die Stimmung hier ist durchaus relaxt und angenehm.Ein weiteres Bonbon: Der Eintritt in den Club ist frei. Was aber hinsichtlich der Mühen, die es kosten kann, da reinzukommen, schon fast wieder hinfällig wird.
Adresse:
5, avenue de l’Opéra
75001 Paris
Die nächste Metrostation ist “Pyramides”, circa 200 Meter entfernt.
Der Bus Palladium ist im Vergleich zu anderen Pariser Clubs erfreulich stressfrei. Hier wird auf eine allzu strenge Gesichts-und Stylekontrolle am Eingang verzichtet, stattdessen gilt: reinkommen und Spaß haben.
In der Rue Fontaine Nr. 6, nahe am Place Clichy, liegt diese Disco, die dem gleichen Eigentümer wie das Queens gehört.Im 9. Arrondissement ist in der Nacht ziemlich viel los: Die Damen von Pigalle, dem Rotlichtviertel, stehen hier an den Straßen und warten auf Kundschaft und auch so manch schriller Nachtvogel mischt sich in dieser bunten Ecke von Paris unter das Feiervolk.
Weil in dieser Gegend mehr der Spaß und die Freude im Vordergrund stehen, geht es im Bus Palladium auch nicht ums sehen und gesehen werden. Jeder kann hier tanzen, flirten und unbekümmert neue Menschen kennen lernen.
So bunt wie das Publikum ist auch die Musik: Von Dance über Techno bis zu HipHop, Jazz oder Latin und gutem, alten Rock wird alles auf die Plattenteller gelegt. Den Leuten gefällt’s und sie zahlen gerne den Eintritt , der wie überall in Paris auch hier nicht unbedingt günstig, aber mit 12€ durchaus noch im Rahmen ist.
Für Frauen lohnt sich auf jeden Fall der Dienstag, da kommen die Ladies gratis rein und erhalten obendrein noch einen Drink spendiert. Wenn man also einen guten Draht zu den Damen hat, kann man auch als Mann etwas abstauben! Das führt schnell zu einer ausgelassenen Stimmung und der Möglichkeit neue Leute kennen zu lernen. Donnerstags gibt es in unregelmäßigen Abständen Live-Konzerte, deren Besuch sehr lohnenswert ist.
Ursprünglich war diese stylische Bar unter einer der schönsten Brücken Paris nur für Marketing-Zwecke oder Fashion-Events gedacht. Inzwischen tobt hier aber jedes Wochenende eine wilde Party.
Die Location ist auch viel zu schade, um sie einfach leer stehen zu lassen: Ein hohes Gewölbe mit den typischen Brückenbögen verleiht dem Raum ein ganz besonderes Ambiente. Alexander III. heißt die Seinebrücke unter der sich dieses kleine Schmuckkästchen verbirgt; sie liegt nur ein paar hundert Meter von der berühmten Champs-Elysées entfernt.
Donnerstags,Freitags und Samstags beginnen im Showcase die Parties um 22 Uhr. Dann spielen hier oft Indie-Bands und rocken den Laden auf eine Art und Weise, dass man manchmal schon Angst um diese alten Gemäuer bekommen könnte. Bis 5 Uhr morgens wird gefeiert und exzessiv Rotwein konsumiert, bevor man seinen Heimweg an der Seine entlang antreten kann.
Kleiner Tipp: Besser den Samstag meiden und am besten Donnerstags hingehen, dann ist das Showcase nicht ganz so überfüllt.
Adresse: Port des Champs-Élysées, Pont Alexandre III
75008 Paris
Le Queen liegt absolut zentral im Herzen Frankreichs, an der Champs-Elysées mitten in Paris. Der Club existiert zwar schon seit Jahren ist aber immer noch eine der Top-Adressen in Paris, wenn es darum geht, den Abend in einem hippen Szeneladen zu verbringen.
Wer vorhat, der selbsternannten Königin unter den Discos einen Besuch abzustatten, der sollte sich vorher informieren, was gerade auf dem Programm steht. Denn die Königin ist äußerst wandelbar und so für die unterschiedlichsten Zielgruppen interessant.
Am Montag ist Studententag mit verbilligtem Tarif, das lohnt sich schon mal auf jeden Fall. Unter der Woche ist der Club eher der Schwulen-Szene vorbehalten. Mittwochs hingegen ist “Respekt”-Abend, da kommen auch die Heteros, um in Harmonie und Liebe mit dem bunten Stammpublikum zu feiern. Am Wochenende kommen sowieso alle.
Die Musikbeschallung hier wird durchgängig von Techno und House bestimmt. Vor allem französische House-Mucke legen die DJs gerne auf und die ist ziemlich groovig und gut tanzbar.
Der durchschnittliche Eintrittspreis liegt bei circa 15 Euro, das variiert nach Wochentag und Motto. Dafür gibt es dann aber meistens noch einen Getränkegutschein.
Der “königliche Palast” öffnet ab Mitternacht seine Pforten. Vor allem am Wochenende muss man aber schon mit einer etwas längeren Wartezeit rechnen, wenn man in den glitzernden Hallen feiern möchte, da sich dann eine lange Menschenschlange vor der Disco bildet. Allerdings ist dann auch noch nicht einmal gewährleistet, dass man überhaupt hinein gelassen wird, denn es herrscht die typisch französische Gesichtskontrolle.
Adresse:
Le Queen
102, avenue des Champs-Elysées
75008 Paris
Seit 1991 ist der Rex Club eine Konstante im Pariser Nachtleben. Damals legte zum ersten Mal der Franzose DJ Laurent Garnier auf; seitdem geben sich die besten DJs der Welt hier die Klinke in die Hand.
Die 400 Quadratmeter, die der Club einnimmt, sind genügend Raum zum abfeiern. Genügend Platz also für alle Freunde der Electro-Musik. Electro läuft hier jeden Tag außer Samstags, da gibt’s Techno auf die Ohren. Damit das auch gut klingt, rühmt sich der Rex Club das beste Soundsystem in Paris zu besitzen.
Der Eintritt ist wie überall in Paris nicht gerade günstig. 12€ kostet es reinzukommen, Drinks gibt es ab ca. 9€.